Projekotren & Effizienz

Oft ist es eine Herausforderung ‘neuen’ Projektoren zu erklären, wie wir wirklich ticken.

Wir wurden von klein auf in eine völlig andere Richtung erzogen, was es für einige Leute schwer macht wirklich zu greifen, was uns Projektoren ausmacht.

 

Die Anfänge als Human Design Projektor

Wenn wir Projektoren das erste Mal von Human Design erfahren, beginnt eine emotionale Achterbahn.

„Ich wurde dafür geboren, um zu Sein und nicht um zu Leisten?“

„Ich wurde nicht dafür geboren zu arbeiten?“

„Ich soll nicht mehr als 3h am Tag arbeiten?“

Unser ganzes Leben haben wir damit verbracht, Leistung zu bringen. In der Schule. Im Studium. Im Job.

Das ist das, was uns die Gesellschaft beibringt. Wir müssen leisten, um erfolgreich zu sein. Es muss hart sein und man muss sich durchbeißen.

Und genau das tun wir Projektoren. Wir beißen uns durchs Leben. Wir arbeiten viel, tun viel, wollen viel umsetzen und in Bewegung bringen.

Und was passiert dadurch ganz automatisch?

Wir entfernen uns immer weiter von unserem eigentlichen Design. Von unserem Sein. Und wir leiden. Wir leiden unter diesem Leistungsdruck deutlich mehr als alle anderen.

 

Warum wir Projektoren so oft in die Leistungsspirale fallen

Der Grund dafür, dass wir oft mehr leisten und leiden als alle anderen, liegt in unserer Aura und unserer Strategie.

Wir sind die Geheimwaffen in jeder Firma. Wir sind die Seher, die Versteher, die Strategen.

Aber wir werden einfach nicht gesehen. Niemand nimmt uns wahr für das, was wir alles tun. Für das, was wir wissen. Für das, was wir beitragen könnten.

Und das verbittert uns. Das frustriert uns. Denn wir wollen gesehen werden. Wir wollen gesehen werden für das, was wir können. Für unsere natürlichen Talente.

Wir wollen uns nicht beweisen. Sich beweisen zu müssen, ist für uns Projektoren wie Gift. Denn wir sind einzigartig. Wir sind Geheimwaffen. Im Beruf, wie im Privatleben.

Aber wir haben von klein auf gelernt, gegen unsere Strategie und gegen unseren natürlichen Seinszustand zu arbeiten.

Wir initiieren, drücken, gehen über unsere Grenzen. Warum? Weil wir gesehen werden wollen.

Das ist das einzige, was wir möchten! Gesehen werden. Und wir haben gelernt: Wenn wir viel tun, werden wir gesehen. Dann bekommen wir Anerkennung.

Und deshalb tun wir mehr als alle Anderen. Wenn wir mehr tun und immer wieder die Erwartungen übertreffen, dann werden wir wahrgenommen.

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Anerkennung und Effizienz

Eines unserer größten Talente als Human Design Projektor ist Effizienz. Wir sind pure Effizienz. Was andere an einem Tag nicht schaffen, schaffen wir in 3 Stunden. Ist dir das schonmal aufgefallen? Wir. Sind. Schnell.

Und wir nutzen diese Schnelligkeit, um zu viel zu tun. Noch mehr Umsetzen und noch mehr Umsetzen. Denn dann werde ich gesehen. Dann bekomme ich Anerkennung.

Doch die Anerkennung, die wir dadurch bekommen, ist nicht das, was uns wirklich befriedigt. Es ist nicht das, für was wir gesehen werden wollen.

Anerkennung für Leistung gibt uns natürlich Befriedigung. Gar keine Frage. Aber diese ist nicht von Dauer. Und diese schadet unserem System.

Denn wir benötigen Anerkennung für die Person, die wir wirklich sind. Für unsere natürlichen Talente. Nicht für unsere Leistung.

Effizienz als Tool

Effizienz ist eines unserer wichtigsten Tools als Projektor. Aber mehr eben auch nicht. Es darf ein Tool sein, um weitsichtig und strategisch zu planen. Um im Deep Work zu versinken.

Damit wir die restliche Zeit frei sein können. Damit wir in dieser Zeit wir sein können.

Und ich weiß, dass das für viele schwer ist.

„Aber ich muss doch 40h arbeiten.“

„So funktioniert das bei mir auf der Arbeit nicht.“

Und das verstehe ich. Ich sage auch nicht, dass wir plötzlich nur noch 3h am Tag arbeiten sollten. Soweit ist unsere Gesellschaft noch nicht.

 

Leistung und Effizienz

Aber es ist ein Unterschied, ob ich 40h die Woche 120 % gebe und danach komplett kaputt und ausgebrannt auf dem Sofa liegen.

Oder ob ich teste, ob ich nicht auch mit 80 % noch mehr als genug Leistung bringen kann.

Es geht nicht zwingend, um die Zeit, die wir arbeiten. Sondern darum, wie wir arbeiten.

Stresse ich mich durchgehen, weil ich Höchstleistung bringen will? Bin ich immer am Anschlag und überschreite meine Grenzen, um noch mehr zu tun?

Oder kann ich dazwischen auch abschalten? Kann ich Pausen machen?

Kann ich mein Nervensystem auch runterfahren und einfach nur SEIN und nicht LEISTEN?
Kann ich das? Oder habe ich dann Angst, dass ich keine Anerkennung mehr bekomme?

 

Drei Tipps, um besser mit deiner Effizienz umzugehen

 

1. Pausen

Denke immer wieder daran, zwischendurch Pausen zu machen, damit sich dein Körper vom Stress und vom Leisten erholen kann.

2. Anerkennung

Denke daran, dass – auch wenn wir Anerkennung lieben – wir uns erst selbst anerkennen müssen und DANN die anderen. Wir wollen Anerkennung für die Person, die wir wirklich sind und nicht für irgendwas, was wir leisten.

 

3. Spaß

Was sind die Dinge, die dir wirklich Spaß machen und die kein konkretes Ziel haben? Was kannst du tun ohne dass ein Leistungsgedanke dahinter steckt? Für mich ist das zum Beispiel Yoga, Breathwork, Malen oder Lego. Was ist es bei dir?

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Ich hoffe sehr, dass dich dieser Beitrag zum Nachdenken anregt und dass du dir ein paar hilfreiche Zeilen mitnehmen konntest.

Mich würde es wahnsinnig interessieren, was du über das Thema Leistung und Effizienz denkst. Fühle dich ganz frei mir eine Nachricht bei Instagram zu schreiben, wenn du möchtest. Ich liebe es, eure Meinungen darüber zu hören.

Über den Autor

Bild Jojo Hanusch

Die 3 Geheimnisse eines erfolgreichen Projektors

Mittwoch, 28. September 2022, um 19 Uhr
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